Route

Rothenburg – ein Tagesausflug durch die Altstadt

Sie haben etwa sechs Stunden Zeit für Rothenburg? Dann reicht der Aufenthalt nicht nur für die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, sondern auch für einen genaueren Blick auf die Geschichte der Stadt. Neben Marktplatz, Plönlein und den historischen Gassen führt diese Route zum Burggarten, zu mehreren Stadttoren und auf die Stadtmauer. Mit dem RothenburgMuseum ist außerdem ein Museumsbesuch eingeplant, für den Sie problemlos ein bis zwei Stunden vorsehen können.

Rothenburg in 6 Stunden – ein Tagesausflug durch die Altstadt

Sechs Stunden reichen aus, um Rothenburg ob der Tauber deutlich intensiver kennenzulernen als bei einem kurzen Zwischenstopp.

Sie können nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen, sondern auch Teile der Stadtbefestigung erkunden, durch den Burggarten gehen und sich im RothenburgMuseum ausführlicher mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt beschäftigen.

Die Route ist als Rundgang gedacht.

Sie müssen nicht an einem bestimmten Punkt beginnen. Steigen Sie einfach dort ein, wo Sie sich gerade befinden, und folgen Sie der Runde entsprechend weiter.

Eine mögliche Reihenfolge ist:

Marktplatz & Rathaus → St.-Jakobs-Kirche → RothenburgMuseum → Herrngasse → Burggarten → Klingentor → Galgentor → Rödertor & Röderturm → Markusturm → Obere und Untere Schmiedgasse → Plönlein → Spitalbastei → Stadtmauer

Für den gesamten Rundgang sollten Sie ungefähr sechs Stunden einplanen.


Marktplatz und Rathaus – das Zentrum Rothenburgs

Der Marktplatz ist der natürliche Mittelpunkt der Altstadt.

Hier treffen mehrere der wichtigsten Straßen zusammen, und rund um den Platz befinden sich einige der bedeutendsten historischen Gebäude Rothenburgs.

Besonders auffällig ist das Rathaus mit seinen unterschiedlichen Bauphasen.

Bei einem Aufenthalt von sechs Stunden können Sie sich hier deutlich mehr Zeit nehmen als bei einer kurzen Zwei-Stunden-Tour.

Wenn Sie zusätzlich auf den Rathausturm steigen möchten, sollten Sie dafür allerdings weitere Zeit einplanen.


St.-Jakobs-Kirche

Die St.-Jakobs-Kirche gehört zu den wichtigsten Bauwerken Rothenburgs.

Der große gotische Kirchenbau prägt die Silhouette der Stadt und beherbergt mit dem Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider eines der bekanntesten Kunstwerke Rothenburgs.

Bei einem Tagesausflug lohnt sich ein Innenbesuch wesentlich mehr als bei einem kurzen Rundgang.

Planen Sie trotzdem Ihre Zeit im Blick auf das RothenburgMuseum und die Stadtmauer.


RothenburgMuseum – Geschichte nicht nur anschauen, sondern verstehen

Wer sechs Stunden in Rothenburg verbringt, sollte überlegen, einen größeren Teil davon für das RothenburgMuseum einzuplanen.

Das Museum befindet sich im ehemaligen Dominikanerinnenkloster und gehört zu den wichtigsten Orten, wenn Sie Rothenburg nicht nur fotografieren, sondern seine Geschichte verstehen möchten.

Die Sammlungen beschäftigen sich unter anderem mit der Geschichte der Stadt, ihrer Zeit als Reichsstadt, Kunst, Waffen und Alltagsgegenständen.

Wer sich für Geschichte interessiert, kann hier ohne Weiteres ein bis zwei Stunden verbringen.

Genau deshalb ist das Museum bei dieser längeren Route eingeplant.

Wenn Sie tatsächlich zwei Stunden im Museum bleiben, sollten Sie die übrigen Stationen anschließend etwas kompakter besuchen.


Herrngasse – Rothenburgs repräsentative Straße

Die Herrngasse verbindet den Bereich des Marktplatzes mit dem Burgtor und gehört zu den bedeutendsten historischen Straßen der Stadt.

Hier finden sich zahlreiche größere Bürger- und Patrizierhäuser.

Die Straße zeigt eine Seite Rothenburgs, die beim schnellen Blick auf Fachwerkhäuser leicht verloren geht: Rothenburg war eine wohlhabende Reichsstadt mit einflussreichen Familien, Handel und politischer Bedeutung.

Nehmen Sie sich etwas Zeit für die Fassaden und Tore entlang der Straße.


Burggarten – Ruhe und Aussicht über das Taubertal

Am westlichen Ende der Herrngasse erreichen Sie den Burggarten.

Hier befand sich einst die mittelalterliche Burganlage, aus der sich die spätere Stadt entwickelte.

Von der ursprünglichen Burg ist heute nur wenig erhalten, doch der Ort ist für die Geschichte Rothenburgs von großer Bedeutung.

Gleichzeitig bietet der Burggarten einen starken Gegensatz zu den engen Gassen der Altstadt.

Von mehreren Punkten öffnen sich Ausblicke über das Taubertal und die Landschaft unterhalb der Stadt.

Nach Museum, Kirche und Innenstadt ist der Burggarten ein guter Ort für eine kurze Pause.


Klingentor

Das Klingentor gehört zur äußeren Stadtbefestigung Rothenburgs.

Gemeinsam mit der unmittelbar angrenzenden St.-Wolfgangs-Kirche bildet es einen besonders interessanten Abschnitt der Verteidigungsanlagen.

Hier lässt sich erkennen, dass ein Stadttor nicht einfach nur eine Öffnung in der Mauer war.

Tore mussten kontrolliert und verteidigt werden und gehörten zu den empfindlichsten Punkten einer befestigten Stadt.


Galgentor – ein Zugang zur erweiterten Stadt

Das Galgentor liegt im östlichen beziehungsweise nordöstlichen Bereich der Altstadt.

Es gehörte zu einer späteren Befestigungsphase Rothenburgs.

Gerade in Verbindung mit dem weiter innerhalb der Stadt gelegenen Weißen Turm lässt sich hier sehr gut nachvollziehen, wie Rothenburg im Laufe der Jahrhunderte gewachsen ist.

Was ursprünglich außerhalb der älteren Stadtbefestigung lag, wurde später in den größeren Mauerring einbezogen.


Rödertor und Röderturm

Das Rödertor gehört zu den eindrucksvollsten erhaltenen Toranlagen Rothenburgs.

Hier wird besonders deutlich, wie aufwendig ein wichtiger Zugang zur Stadt geschützt wurde.

Tor, Türme, Mauern und weitere Verteidigungselemente bildeten gemeinsam eine Anlage, die Angreifer möglichst lange aufhalten sollte.

Der Röderturm gehört außerdem zu den wenigen Türmen Rothenburgs, die besichtigt werden können.

Wenn Sie hinaufsteigen möchten, müssen Sie dafür zusätzliche Zeit einplanen.


Markusturm und Röderbogen – eine ältere Stadtgrenze

Nur wenige Minuten später begegnen Sie einer wesentlich älteren Befestigungslinie.

Der Markusturm mit dem Röderbogen steht heute mitten in der Altstadt.

Früher verlief hier jedoch eine Grenze der wesentlich kleineren Stadt.

Der Unterschied zwischen Rödertor und Markusturm zeigt deshalb sehr anschaulich das Wachstum Rothenburgs.

Der Markusturm gehörte zur älteren Befestigung.

Das weiter außen liegende Rödertor schützte später die vergrößerte Stadt.


Obere und Untere Schmiedgasse

Über die historischen Straßen der Altstadt geht es weiter Richtung Süden.

Die Obere und Untere Schmiedgasse gehören zu den charakteristischsten Straßenzügen Rothenburgs.

Hier lohnt sich weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als der Blick auf das gesamte Straßenbild.

Historische Fassaden, unterschiedliche Gebäudehöhen und die ansteigende beziehungsweise abfallende Straße erzeugen immer wieder typische Rothenburg-Perspektiven.


Plönlein – das berühmteste Motiv der Stadt

Am Plönlein erreichen Sie eines der bekanntesten Fotomotive Deutschlands.

Das schmale Fachwerkhaus, die beiden auseinanderlaufenden Straßen und die Türme im Hintergrund bilden eine ungewöhnliche räumliche Situation.

Nehmen Sie sich ruhig einige Minuten Zeit.

Das Plönlein wirkt besonders interessant, wenn man nicht nur das bekannte Motiv fotografiert, sondern die unterschiedlichen Straßenrichtungen und Höhen betrachtet.


Spitalbastei – Rothenburgs mächtige Verteidigungsanlage

Im Süden der Altstadt befindet sich die Spitalbastei.

Sie gehört zu den beeindruckendsten Teilen der Rothenburger Stadtbefestigung.

Die Anlage zeigt besonders deutlich, wie sich Verteidigungstechnik im Laufe der Zeit weiterentwickelte.

Mauern, Tore und Befestigungen wurden immer wieder erweitert und an neue militärische Anforderungen angepasst.

Wer sich für mittelalterliche und frühneuzeitliche Verteidigung interessiert, sollte hier etwas mehr Zeit einplanen.


Auf der Stadtmauer durch Rothenburg

Zu einem längeren Besuch gehört zumindest ein Abschnitt auf der begehbaren Stadtmauer.

Von oben verändert sich die Perspektive auf Rothenburg vollständig.

Auf der einen Seite liegen Dächer, Türme und Gassen der Altstadt, auf der anderen Seite sieht man hinaus in die Umgebung.

Die Stadtmauer ist deshalb nicht nur eine historische Befestigungsanlage, sondern gleichzeitig einer der besten Wege, die Struktur Rothenburgs zu verstehen.

Sie müssen bei einem Sechs-Stunden-Aufenthalt nicht zwingend den gesamten begehbaren Abschnitt ablaufen.

Wählen Sie lieber einen passenden Teil der Mauer und lassen Sie sich etwas Zeit.

Eine ausführliche Beschreibung der Stadtmauer und eine eigene Route finden Sie hier:

Stadtmauer Tour


Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?

Sechs Stunden klingen zunächst nach viel Zeit.

Mit einem ausführlichen Besuch des RothenburgMuseums können davon jedoch bereits ein bis zwei Stunden vergehen.

Für die Stadtmauer sollten Sie ebenfalls genügend Zeit reservieren.

Dazu kommen Kirche, Burggarten, Marktplatz, Plönlein, Stadttore und die Wege dazwischen.

Wer sechs Stunden zur Verfügung hat, sollte deshalb nicht versuchen, zusätzlich noch mehrere weitere Museen oder lange Führungen in den Aufenthalt zu pressen.

Die Stärke dieser Route liegt gerade darin, Rothenburg aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben:

als historische Stadt, als ehemalige Reichsstadt, als befestigten Ort und als lebendige Altstadt.


Wenn Sie weniger Zeit im Museum verbringen

Falls Sie das RothenburgMuseum nur kurz besuchen oder ganz auslassen, können Sie die zusätzliche Zeit beispielsweise für einen längeren Abschnitt auf der Stadtmauer, den Röderturm oder eine Pause im Burggarten verwenden.

So lässt sich die Route problemlos an Ihre persönlichen Interessen anpassen.

Fotos