Route
Rothenburg in 2 Stunden – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Sie haben nur etwa zwei Stunden Zeit für Rothenburg? Das reicht für einen sehr guten ersten Eindruck. Die Route verbindet einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit besonders charakteristischen Straßen der Altstadt. Sie ist als Rundgang gedacht – Sie können deshalb an jedem Punkt einsteigen und die Reihenfolge Ihrer Ankunft entsprechend anpassen.
Rothenburg in 2 Stunden – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Zwei Stunden sind nicht viel für Rothenburg ob der Tauber. Die historische Altstadt ist jedoch kompakt, und viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
Diese Route ist für Besucher gedacht, die in kurzer Zeit möglichst viel vom Charakter Rothenburgs erleben möchten – ohne die Stadt lediglich im Eiltempo abzuhaken.
Der Rundgang verbindet:
- Marktplatz und Rathaus
- Herrngasse
- St.-Jakobs-Kirche
- Klingentor
- Markusturm und Röderbogen
- Plönlein
- Untere Schmiedgasse
- Obere Schmiedgasse
Die Route ist als Rundgang angelegt. Sie müssen deshalb nicht an einem bestimmten Punkt beginnen. Steigen Sie dort ein, wo Sie sich gerade befinden, und folgen Sie der Runde entsprechend weiter.
Für die komplette Strecke sollten Sie ungefähr zwei Stunden einplanen.
Für längere Kirchenbesichtigungen, den Aufstieg auf den Rathausturm oder Museumsbesuche reicht diese Zeit allerdings nicht aus.
Marktplatz und Rathaus – das Zentrum der Stadt
Der Marktplatz ist seit Jahrhunderten das politische und gesellschaftliche Zentrum Rothenburgs.
Hier treffen mehrere wichtige Straßen der Altstadt zusammen. Gleichzeitig befinden sich rund um den Platz einige der bedeutendsten historischen Gebäude der Stadt.
Besonders auffällig ist das Rathaus.
Seine heutige Gestalt entstand in mehreren Bauphasen. Dadurch treffen hier mittelalterliche und spätere Baustile unmittelbar aufeinander.
Wenn Sie nur zwei Stunden Zeit haben, sollten Sie auf den Aufstieg zum Rathausturm verzichten. Allein dafür müssten Sie zusätzliche Zeit einplanen.
Nehmen Sie sich stattdessen einige Minuten, um den Platz und die umliegenden Fassaden in Ruhe anzusehen.
Zeit einplanen: etwa 15 Minuten
Herrngasse – die repräsentative Seite Rothenburgs
Vom Bereich des Marktplatzes führt die Herrngasse Richtung Westen.
Sie gehört zu den bedeutendsten historischen Straßen Rothenburgs und unterscheidet sich deutlich von vielen engeren Gassen der Stadt.
Hier stehen zahlreiche repräsentative Bürger- und Patrizierhäuser.
Die Herrngasse vermittelt deshalb einen guten Eindruck davon, wie wohlhabend und einflussreich Teile der Rothenburger Bürgerschaft während der Zeit als Reichsstadt waren.
Achten Sie auf Fassaden, Tore und die Größe einzelner Gebäude.
Sie zeigen eine andere Seite Rothenburgs als die kleinen Fachwerkhäuser, die häufig das touristische Bild der Stadt bestimmen.
Zeit einplanen: etwa 10 Minuten
St.-Jakobs-Kirche
Die St.-Jakobs-Kirche ist die bedeutendste Kirche Rothenburgs und eines der wichtigsten Bauwerke der Stadt.
Der große gotische Kirchenbau prägt die Silhouette Rothenburgs weithin.
Im Inneren befindet sich unter anderem der berühmte Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider.
Bei einer Zwei-Stunden-Tour müssen Sie allerdings entscheiden, wie viel Zeit Sie für die Kirche verwenden möchten.
Ein kurzer Innenbesuch ist möglich. Für eine ausführliche Besichtigung sollten Sie bei einem längeren Aufenthalt noch einmal zurückkommen.
Zeit einplanen: etwa 10–15 Minuten
Klingentor – Stadtmauer und Verteidigung
Das Klingentor gehört zur äußeren Stadtbefestigung Rothenburgs.
Zusammen mit der angrenzenden St.-Wolfgangs-Kirche bildet es einen besonders interessanten Abschnitt der mittelalterlichen Verteidigungsanlagen.
Hier lässt sich gut erkennen, wie eng Stadttore, Mauern und weitere Verteidigungsbauten miteinander verbunden waren.
Das Klingentor zeigt außerdem einen deutlichen Gegensatz zu den Straßen und Plätzen im Inneren der Stadt.
Während Marktplatz und Herrngasse Handel und städtisches Leben repräsentieren, steht das Klingentor für Schutz und Kontrolle.
Zeit einplanen: etwa 10 Minuten
Markusturm und Röderbogen – eine ältere Stadtgrenze
Der Markusturm mit dem Röderbogen befindet sich heute mitten in der Altstadt.
Genau das macht ihn historisch so interessant.
Der Turm gehörte zu einer älteren Befestigungsphase Rothenburgs. An dieser Stelle verlief einst eine Grenze der deutlich kleineren mittelalterlichen Stadt.
Später wuchs Rothenburg weiter nach außen und erhielt größere Befestigungsanlagen.
Was früher Stadtrand war, wurde dadurch Teil des Stadtinneren.
Der Markusturm ist deshalb nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern ein sehr anschaulicher Hinweis darauf, wie sich Rothenburg im Laufe der Jahrhunderte vergrößerte.
Zeit einplanen: etwa 10 Minuten
Plönlein – das bekannteste Rothenburg-Motiv
Das Plönlein gehört zu den berühmtesten Ansichten Rothenburgs.
Das schmale Fachwerkhaus, die auseinanderlaufenden Straßen und die beiden unterschiedlichen Höhenebenen bilden gemeinsam eine ungewöhnliche räumliche Situation.
Im Hintergrund erscheint der Siebersturm, während die andere Straße Richtung Kobolzeller Tor hinabführt.
Gerade diese Kombination aus Architektur, Straßenführung und Türmen macht das Motiv so charakteristisch.
Nehmen Sie sich deshalb nicht nur Zeit für ein Foto.
Schauen Sie sich auch an, wie unterschiedlich die beiden Straßen vom Plönlein aus weiterführen.
Zeit einplanen: etwa 10–15 Minuten
Untere Schmiedgasse
Die Untere Schmiedgasse verbindet den Bereich des Plönleins mit dem höher gelegenen Zentrum der Altstadt.
Sie gehört zu den charakteristischsten historischen Straßenzügen Rothenburgs.
Viele Besucher konzentrieren sich hier ausschließlich auf das Plönlein.
Dabei lohnt es sich, auch auf die Häuser entlang der Straße, die unterschiedlichen Fassaden und die ansteigende Straßenführung zu achten.
Gerade beim Blick zurück entstehen immer wieder sehr typische Rothenburg-Perspektiven.
Zeit einplanen: etwa 10 Minuten
Obere Schmiedgasse
Weiter bergauf geht die Untere Schmiedgasse in die Obere Schmiedgasse über.
Je näher Sie dem Marktplatz kommen, desto stärker verändert sich die Wirkung der Straße.
Die engen historischen Häuser führen schließlich wieder in das größere städtische Zentrum.
Damit zeigt dieser Abschnitt besonders schön den Übergang zwischen den kleineren Gassen und dem repräsentativen Bereich rund um den Marktplatz.
Auch hier gilt:
Nicht nur das Ziel ist interessant – der Weg selbst gehört zu den Sehenswürdigkeiten Rothenburgs.
Zeit einplanen: etwa 10 Minuten
Die Route auf einen Blick
Die Reihenfolge kann je nach Ihrem Ausgangspunkt angepasst werden.
Eine mögliche Runde ist:
Marktplatz & Rathaus → Herrngasse → St.-Jakobs-Kirche → Klingentor → Markusturm & Röderbogen → Plönlein → Untere Schmiedgasse → Obere Schmiedgasse → Marktplatz
Dauer: ungefähr 2 Stunden
Geeignet für: Erstbesucher, Tagesgäste und Besucher mit wenig Zeit
Nicht eingeplant: ausführliche Museumsbesuche, Rathausturm, längere Kirchenbesichtigungen oder ein vollständiger Rundgang auf der Stadtmauer
Wenn Sie etwas mehr Zeit haben
Zwei Stunden reichen für einen guten ersten Eindruck.
Wenn anschließend noch Zeit bleibt, sollten Sie nicht versuchen, möglichst viele weitere Sehenswürdigkeiten hinzuzufügen.
Nehmen Sie sich lieber einen Bereich genauer vor – beispielsweise die Stadtmauer, den Burggarten oder die St.-Jakobs-Kirche.
Rothenburg lässt sich am besten entdecken, wenn zwischendurch auch Zeit bleibt, einfach durch die Straßen zu schauen.